Diese wunderschöne U/W-Höhle hat uns von Anfang an an die "Truffe" in der Dordogne erinnert, die jedem eingefleischten Höhlentaucher in Frankreich ein Begriff ist. Die Anfahrt ist relativ leicht - abgesehen von den letzten etwas steilen und unebenen Metern - bevor man die ausgedehnte Lichtung erreicht, auf der man parken kann. Ein bequemer, weitgehend ebener Trampelpfad (5 Fußminuten) führt den Bachlauf entlang zum Quelltopf.
Und der ist wirklich nicht zu übersehen: Kristallklares, türkisblaues Wasser leuchtet einem entgegen, und - solange noch kein Taucher oder Schwimmer diese Idylle gestört hat - kann man bis auf den Grund dieses im Durchmesser etwa 10 Meter großen (bzw. kleinen) Sees sehen und ohne Probleme auch den Höhleneingang erkennen.
Die Leine ist so verlegt, daß ein Primary nicht erforderlich ist - damit scheinen zunächst alle Voraussetzungen für einen bequemen, unkomplizierten Höhlentauchgang erfüllt zu sein. Tatsächlich ist der Höhleneingang hoch und weit (ca. 2x2 Meter) - aber nur die ersten Meter.
Dann folgt ein sehr niedriger, steiler Geröllhang, der mit Vorsicht zu genießen ist: Man kommt mit Backmount gerade noch so durch, aber die teilweise großen Geröllbrocken liegen ziemlich locker, so daß man sich nicht wie ein Schaufelbagger vorarbeiten sollte, um die Behinderung oder gar Gefährdung voran- (beim Einstieg) oder hinterher (beim Ausstieg) tauchender Tauchpartner zu riskieren.
Danach beginnt erst das eigentliche Vergnügen: auf Tiefen zwischen 16 und 28 m verläuft die Höhle teilweise wie eine echte Berg- und Talbahn: Schmale (schmaler als im hinteren Teil der "Truffe"), bizarr ausgewaschene helle Gänge führen in Windungen auf- und abwärts - besonders gewöhnungsbedürftig ist eine schräg verlaufende Passage, die kaum Platz für Flossenschläge läßt. Erst im hinteren, tieferen Bereich wird die Höhle weiter - nach ca. 200 Metern führt eine markierte Abzweigung senkrecht nach oben in einen luftgefüllten Raum. Folgt man der Hauptleine, führt diese nach weiteren rund 200 Metern ebenfalls hinauf zu luftgefüllten, zunächst vertikalen Schächten.

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Erstveröffentlichung: 13.07.2000
Letzte Aktualisierung: 08.02.2003
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