Der Canyon ist ein durch ein Erdbeben hervorgerufener Riß im Meeresboden, der sich von der äußeren Riffwand in ca. 52 Metern Tiefe bis zu einer Tiefe von rd. 12 Metern nahe der inneren Riffwand erstreckt. Der Einstieg in den Canyon ist am besten möglich bei ca. 20 Metern, wo er sich zu einer großen, nach oben hin geöffneten Höhle weitet.
Der Grund dieser Höhle liegt bei rd. 32 Meter und steigt landeinwärts langsam an. Es ist jedoch gar nicht erforderlich, ganz bis auf den Grund hinunter zu tauchen (so würden ohnehin nur Sand und Partikel aufgewirbelt, die die Sicht verschlechtern) - schöner ist es, auf etwa 26 - 28 Metern Tiefe von verschiedenen Stellen am Rande der Höhle aus die "Aussicht" nach oben zu genießen: das blaue Licht strahlt durch den sich verjüngenden und wie eine Schlange windenden Riß in der Höhlendecke.
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ber Vorsicht: wenn man jetzt landeinwärts taucht, verjüngt sich der Riß immer weiter und schließt sich endlich ganz, sodaß es sich an dieser Stelle um eine "echte" Höhle handelt, bei der kein direkter Aufstieg zur Wasseroberfläche möglich ist. Für erfahrene Taucher ohne Platzangst ist der Canyon jedoch ein faszinierendes Erlebnis - vor allem auch der zweite Teil des Tauchgangs: das Austauchen durch die Glasfischhöhle. Das obere Ende des Risses ist hier von Korallen überwachsen, die in 12 Meter Tiefe eine kleine Höhle bilden, in der etwa 2 - 3 Taucher Platz haben. Hier lebt ein Schwarm von Hunderten von Glasfischen, die - wenn man sich ruhig inmitten der kleinen Höhle sinken läßt - wie ein glitzerndes Ballett um den Taucher herum ihre Kreise ziehen.


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Erstveröffentlichung: 18.03.1998
Letzte Aktualisierung: 08.02.2003
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