Diese Höhle besticht zunächst vor allem durch ihre schöne Lage: Türkisblau glitzert das Wasser zwischen den Baumstämmen hindurch, wenn man sich diesem von Wald und dichtem Gebüsch umgebenen kleinen See nähert.

Am Wochenende ist man hier selten allein, da viele Einheimische diesen See auch für Bade- und Kanuausflüge ansteuern, so daß es auf der kleinen Lichtung bei mehr als 5-6 Autos schon einmal eng werden kann. Außerdem handelt es sich bei Anfahrtsweg und Parkplatz um Privatgelände, und der Besitzer ist von der Anwesenheit von Tauchern meist nicht gerade begeistert, so daß man sich besonders rücksichtsvoll und unauffällig benehmen sollte.

Der Höhleneingang am Grund des Sees ist weit und öffnet sich zu einer mehr als 10 Meter breiten Cavernzone, die sich von etwa 15 m bis hinunter auf 24 m erstreckt, wo der "echte" Höhlenbereich mit einer Restriction beginnt. Je nach Stärke der Schüttung hat man hier mit mehr oder weniger Gegenströmung zu rechnen. Zusätzlich fehlt in dieser Restriction häufig eine durchgehende Leine, da diese regelmäßig aufgrund der Strömung weggerissen wird, so daß man in diesem Stück selbst Leine legen muß. Hinter dem nur etwa 2 Meter langen Engpaß weitet sich die Höhle sofort wieder und die Strömung läßt entsprechend deutlich nach - vor allem in den Randbereichen.

Ab jetzt geht es zügig abwärts: innerhalb von 150 Metern fällt der breite und auch relativ hohe Gang, der mit rost- bis dunkelbraunen Mustern an den Wänden "verziert" ist, auf über vierzig Meter Tiefe ab; in 200 m Eindringtiefe sind bereits rund 70 m Tiefe erreicht. Ohne Dekoflasche, die ggf. am Eingang deponiert werden kann, sollte man jedoch die 30 m-Marke nicht weit überschreiten, da hier schnell erhebliche Dekozeiten erreicht werden, die dann am Seegrund bei meist kaum mehr als 1-2 m Sicht "abgesessen" werden müssen.

 

 

Erstveröffentlichung: 08.04.2000
Letzte Aktualisierung: 08.02.2003

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Höhlentauchen in der Dordogne / Frankreich

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