Valentia Diving Centre Des LavelleLavelle's Diving Center in Knightstown auf Valentia Island ist als Tauchbasis im "wahrsten Sinne des Wortes" zu verstehen - als Basis"lager" für erfahrene Taucher, die selbständig und mit eigener Ausrüstung (bis auf Flasche und Blei) im wesentlichen nur einen Kompressor und einen Basisleiter benötigen, der die Flaschen füllt und die Ausfahrten organisiert. Es werden weder geführte Tauchgänge noch Ausbildung angeboten.

Dies alles klingt auf den ersten Blick relativ spartanisch und unpersönlich - ist es aber nicht. Das erste,was man von Des Lavelle (einem der ältesten Tauchveteranen Irlands) nach der Begrüßung in die Hand gedrückt bekommt, ist der Schlüssel für die Basis, die - zumindst für den selbständigen Taucher - alles bietet, was man braucht: Ausreichend Platz für die Unterbringung der Tauchsachen (einschließlich der Möglichkeiten zum Aufhängen von Anzügen, Jackets etc. zum Trocknen), zwei Warmwasserduschen, eine Toilette, zwei Werkbänke (mit Schraubstock, Reparaturwerkzeug für die eigene Ausrüstung sollte man auf jeden Fall selbst mitbringen), drei etwas altertümlich wirkende Kompressoren (aber einwandfreie Luftqualität), 12l- und 15l-Stahlflaschen (überwiegend INT-Anschlüsse), Steckdosen für Ladegeräte und Blei. Neben der Eingangstür hängt eine kleine Schultafel, auf der Des frühmorgens, wenn er die Flaschen füllt, schreibt, um wieviel Uhr man sich an welchem Hafen trifft und welche Tauchplätze angefahren werden.

Das Tauchboot ist für 12 Passagiere plus Skipper zugelassen; bei Ausfahrten zu den Skelligs sind oft auch Nichttaucher an Bord, die auf Skellig Michael die Klosteranlage aus dem 6. Jahrhundert besuchen oder Vogelbeobachtungen durchführen wollen. Die Tauchplätze (mit Ausnahme von Knightstown Pier und der "Granat" im Valentia Channel) liegen zwischen 15 min. und 1 ½ Stunden vom Hafen entfernt, oft ist (auch im Hochsommer) mit starkem Seegang zu rechnen - wer leicht zu Seekrankheit neigt, sollte hier entsprechend vorsorgen.

Tauchen in Südwestirland ist kein "Easy Diving": Die meist stärkere Dünung, Strömung, niedrige Wassertemperaturen (Trocki ist auch im Sommer empfehlenswert), anspruchsvolle Tauchplätze (Steilwände, Riffe, die erst in 20m Tiefe beginnen), häufige Dunkelheit unterhalb von 30 Metern (eine Lampe sollte man immer dabeihaben) und die Notwendigkeit, sich auch ohne Guide an unbekannten Plätzen zurechtzufinden, sind nichts für Tauchanfänger, es sein denn im Rahmen von Clubtauchgängen mit erfahrenen Tauchpartnern. Es ist jedoch auch hervorzuheben, daß Des Lavelle auf eine jahrzehntelange Erfahrung in diesen Gewässern zurückblicken kann, die Tauchplätze - auch wenn er selbst nicht mehr taucht - wie seine Westentasche kennt und bei jeder Wetterlage sehr genau weiß, was geht und was nicht..

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Tauchbasis
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Erstveröffentlichung: 22.10.1998
Letzte Aktualisierung: 08.02.2003

Märchenhaftes Irland - Tauchen in Südwest-Irland

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