Wie bereits beschrieben ist La Palma zu schön, um nur "von unten" betrachtet zu werden; man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, um die Insel auch über Wasser zu erkunden - zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto. Die Möglichkeiten zum Wandern sind vielseitig: von kurzen Rundwegen für "normale" Spaziergänger bis hin zu Mehrtageswanderungen mit Hochgebirgscharakter; entsprechende Wanderkarten sind überall auf La Palma erhältlich. Wer nur einen Kurzurlaub plant, sollte sich auf jeden Fall für mindestens ein bis zwei Tage einen Mietwagen leihen, um die schönsten Regionen der Insel zu "erfahren". Nachfolgend daher eine kurze Beschreibung der aus unserer Sicht schönsten Ausflüge, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Caldera de Taburiente
Das Innere der Caldera de Taburiente, dem riesigen Kraterkessel im Zentrum La Palmas, kann man nur zu Fuß erreichen; entsprechende Wanderungen sollte man anhand einer Wanderkarte gut planen oder sich einer der vielen organisierten Wandertouren anschließen. Faszinierende Einblicke in die Caldera erhält man jedoch auch schon, wenn man mit dem Auto hoch zum Kraterrand an der Nordseite fährt: Durch dichte Kiefernwälder windet sich die Straße in Serpentinen hoch zum Roque de los Muchachos, dem mit rd. 2.700 m höchsten Punkt der Insel. Von dort aus erreicht man in einer rund einstündigen Wanderung den Aussichtspunkt Mirador de los Andenes, der ebenfalls spektakuläre Blicke in die Caldera ermöglicht. Hier oben befindet man sich meist bereits über den Wolken und kann in den bewaldeten Kessel hinunterblicken, aus dem der Wind immer wieder Wolkenfetzen die steilen Felswände hinauftreibt.
Einen noch "tieferen" Blick in die Caldera erhält man bei der Fahrt zur Cumbrecita; eine kleine Paßstraße zweigt auf der Verbindungsstrecke zwischen Santa Cruz im Osten und Los Llanos im Westen kurz vor El Paso rechts ab und führt an nahezu senkrecht aufragenden Felswänden entlang hoch auf einen rd. 1.400 m hohen Felsrücken über dem Krater. Von hier aus gibt es mehrere, größtenteils gut befestigte Wanderwege; besonders interessant ist ein "Vulkanlehrpfad", der typische geologische Gesteinsausprägungen auf Tafeln (in Spanisch) erläutert..

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Erstveröffentlichung: 24.01.1999
Letzte Aktualisierung: 08.02.2003
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