Die Garnelenhöhle befindet sich an dem selben Tauchplatz wie der Torbogen und die Altarhöhle, wird aber selten betaucht und gilt (noch !) als echter Geheimtip: Sie findet sich ebenfalls an der vorgenannten Steilwand, ist aber deutlich schmaler und hat sandigen Untergrund, sodaß bei schlechter Tarierung oder zu geringem Bodenabstand Sediment aufgewirbelt wird, das - insbesondere im Bereich des Höhleneingangs - die Sicht deutlich verschlechtern kann. Darüber hinaus befindet sich der Höhleneingang in einer Tiefe von rd. 30 m; daher sollte dieser Tauchgang - auch wenn der schmale Höhleneingang vom tiefsten Eindringungspunkt her (etwa 20 Meter) sichtbar bleibt - ausschließlich erfahrenen Tauchern vorbehalten bleiben, die bereits im Eingangsbereich von Höhlen und Grotten (der sogenannten "Cavern-Zone") Erfahrungen gesammelt haben.
Die besondere Attraktion dieser Höhle liegt - wie der Name schon sagt - in den Tausenden von Tanzgarnelen, die den hinteren, dunkleren Teil der Felsspalte bevölkern. Man hätte sie jedoch auch "Gabeldorsch-Höhle" nennen können, denn hier wohnen mehrere große Gabeldorsche, die das Licht der Taucherlampe dazu nutzen, um ihre Lieblingsspeise - nämlich Garnelen - "im Hellen" zu jagen... und zu verspeisen. Vorsicht: über die Faszination dieses Schauspiels darf es nicht passieren, daß man "die Zeit vergißt": Der maximale Aufenthalt in der Höhle sollte auf etwa 8 - 10 Minuten beschränkt sein, da man, um die Höhle zu verlassen, auf jeden Fall noch einmal auf 30 m Eingangstiefe absteigen muß. Ggf. muß mit - wenn auch kurzen - Dekozeiten gerechnet werden.

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© copyright 1998 - Sandra und Andreas Haars
Erstveröffentlichung: 18.03.1998
Letzte Aktualisierung: 08.02.2003
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