Ein ausgesprochen "spartanischer" Name für einen eigentlich gar nicht so spartanischen Tauchplatz - der "Steinhaufen". Wobei es die Hauptcharakteristik des Platzes schon richtig trifft: Hier liegen ein Haufen Steine - eigentlich sind es allerdings eher große Felsblöcke, die die sympathische Eigenschaft haben, daß man zum Teil unter ihnen hindurchtauchen kann - Gänge und Überhänge von teilweise mehreren Metern Länge, die in leuchtenden Rot-, Gelb- und Orangetönen bewachsen sind.
Dazwischen verstecken sich Drachenköpfe, Leopardenschnecken, kleine Schwärme von Fahnenbarschen und Meerbarbenkönige. Eine echte Spielwiese also vor allem für Makrofans - vorausgesetzt, man hat eine Lampe dabei, die aber ohnehin bei keinem Tauchgang in diesem Gebiet fehlen sollte, um die vorhandenen Farben so richtig zum "Leuchten" zu bringen.
Auf dem Rücken eines sehr großen, relativ weit rechts (Blickrichtung landeinwärts) liegenden Felsblocks sind häufig Sternschnecken, aber auch verschiedene Fadenschneckenarten zu entdecken, die den dortigen Bewuchs abweiden.
Dort, wo der Steinhaufen rechts in einen Sandabhang übergeht, schneidet ein breiter Canyon sich landeinwärts seinen Weg. Von 18 m bis hinauf auf weniger als 2 m Tiefe erstreckt sich hinter einem großen Felsen, der zunächst den Durchgang zu blockieren scheint, in ein geschütztes Flachwasserbecken hinein, wo Tausende von Jung- und Ährenfischen ihren Unterschlupf haben. Die Wände sind hier in leuchtendem Rosa und dunkelrot bewachsen - dazu die vielen glitzernden Fischleiber ergeben ein eindrucksvolles Bild (über den Zivilisationsmüll wie z.B. Dosen oder Plastiktüten, die vereinzelt von der Flut in dieses Refugium hereingetrieben werden, muß man geflissentlich hinwegsehen - das Wasser ist trotzdem klar und sauber).

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© copyright 1998 - Sandra und Andreas Haars
Erstveröffentlichung: 18.03.1998
Letzte Aktualisierung: 08.02.2003
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