Dieser Tauchplatz bietet eine solche Vielzahl an Eindrücken, daß man sich die Zeit lassen sollte, ihn in mehreren Tauchgängen zu erkunden. Der Torbogen - ein wunderbar bewachsener, etwa 20 Meter hoher Felsbogen an der Steilwand (sorry, wir hatten an dem Tag kein Weitwinkel dabei ...) - vermittelt einen besonders imposanten Eindruck, wenn man von "außen", d.h. nach Entlangtauchen der Steilwand, in ihn hineintaucht. Auf der Innenseite des Bogens ist die Steilwand landeinwärts stark eingebuchtet und vermittelt das Gefühl einer nach oben hin geöffneten, großen Höhle.Wer diese eindrucksvolle Felsformation nur zum "Durchschwimmen" nutzt, hat den eigentlichen Reiz dieses Tauchplatzes nicht erfaßt: Man sollte sich die Zeit nehmen, die farbenprächtig bewachsenen Wände ausgiebig zu erkunden, während man nach oben hin austaucht. Zwischen den bunten Schwämmen und Moostierchen läßt sich in jeder Spalte Neues entdecken: Verschiedenfarbige Seesterne, Sternschnecken, Schriftbarsche oder auch Schlangensterne.
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Ebenso schön ist es jedoch auch, sich von "oben" in die Höhle hineinsinken zu lassen und nach Erkundung der Wände durch den Torbogen in Richtung Steilwand auszutauchen. Die Steilwand selbst bietet alles, was man sich von einer Mittelmeersteilwand nur wünschen kann: schöner, wenn auch nicht so farbenprächtiger Bewuchs, in den Spalten große Mittelmeermuränen, und - besonders bei leichter Strömung - viel Fisch.
Eine weitere Attraktion entlang der Steilwand ist die Altarhöhle, die nur wenige Meter von dem Torbogen entfernt ist. Sie ist ebenfalls keine "echte" Höhle, da - auch wenn man sich in ihrem Mittelpunkt befindet - zu jeden Zeitpunkt Ein- bzw. Ausgang (mehrere Meter hoch und breit) sichtbar und nur wenige Meter entfernt sind. Die Wände sind im Eingangsbereich schön bewachsen, in den Spalten verstecken sich teilweise große Langusten. Ein besonderes Erlebnis ist es, wenn man durch einen kleinen, engen Tunnel (Vorsicht: bitte nur erfahrene Taucher) im felsigen Grund der Höhlenmitte hindurchtaucht und danach einige Momente wartet: Nach nur kurzer Zeit steigt die Ausatemluft durch die poröse Tunneldecke in kleinen Luftblasen wie ein silbrig glitzernder Schleier nach oben.

WebMaster: Andreas Haars - webmaster@zauberwelten.com
© copyright 1998 - Sandra und Andreas Haars
Erstveröffentlichung: 18.03.1998
Letzte Aktualisierung: 08.02.2003
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